Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing | Foto: Claudia Charlotte Burchard -dogsdoor-
Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing | Foto: Claudia Charlotte Burchard -dogsdoor-

Chronik der Hochschule

Der erste Jahrgang

1905
Max Reinhardt, Intendant des Deutschen Theaters in Berlin, gründete die erste deutsche Schauspielschule.

1946
Der Berliner Magistrat übernimmt die Subventionierung der Schauspielschule. Der Intendant Wolfgang Langhoff ermöglichte, dass der Unterricht teilweise in den Räumen des Deutschen Theaters stattfand. Nach Währungsreform und politischer Spaltung der Stadt wurde der komplette Unterricht in den Ostteil an das Deutsche Theater verlagert.

1951
Die Schauspielschule zog aus der Berliner Mitte nach Schöneweide, weg vom Theater in das Industriegebiet.

1958
Wolfgang Heinz übernahm die Leitung der Schauspielschule. Er holte Rudolf Penka als seinen Stellvertreter.

1962
Im Einvernehmen mit Wolfgang Heinz übernahm Penka die Leitung der Schule. Dieser prägte nachhaltig die Ausbildung für das Schauspielstudium, verband ein solides Grundlagenseminar mit einem ganzen Komplex von praktischen und theoretischen Lehrmodulen.

1971
Das Puppenspiel kam als zweite Fachrichtung zum Ausbildungsrogramm der Hochschule hinzu.

1975
Rudolf Penka bat um seine Abberufung und sein Nachfolger, Hans-Peter Minetti, wurde vom zuständigen Ministerium zum Rektor berufen.

1981
Aus der Staatlichen Schauspielschule wurde die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Das Institut für Schauspielregie und die Spielstätte bat gehören seit diesem Jahr zur Hochschule.

1987
Kurt Veth übernahm die Leitung der Hochschule.

1988
Der Studiengang Choreographie kam als vierte Fachrichtung dazu.

1993
Nach dem Rücktrittvon Kurt Veth übte der Dramaturg Klaus Völker, an der HfS zum Professor für Theatergeschichte berufen, dieses Amt bis 2005 aus.

2005
Von Oktober 2005 bis Oktober 2017 war Prof. Dr. Wolfgang Engler als Rektor im Amt.

2006
Die neu gewählte Hochschulleitung richtete in Kooperation mit der Staatlichen Ballettschule Berlin einen Bachelor-Studiengang Bühnentanz ein.
Gemeinsam mit der UdK sowie dem Tanzraum Berlin gründete die HfS im selben Jahr das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz (HZT), das als Pilotprojekt startete. Seit 2010 wird das HZT auf institutioneller Basis fortgeführt.


Die Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen auf höchstem Niveau durch Dozentinnen und Dozenten, die zum großen Teil selbst in der Theaterpraxis wirken, ist der eine Hauptpfeiler des Ausbildungskonzepts. Dazu kommt der enge, intensive Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden. Hohe Fachkompetenz und individuelle Betreuung schaffen eine lebendige, vielfältige Lern- und Spielkultur, die auf der Suche nach neuen Ausbildungsinhalten, -formen und -medien beruht. Die HfS hat den Anspruch, praxisnah sowohl lehrend als auch lernend auf gesicherter Grundlage zu experimentieren.

Die Ernst Busch Hochschule versteht sich als Labor für alle Theaterkünste, das sich auch mit deren Grenzbereichen auseinandersetzt und eine noch stärker forschungsorientierte Ausbildung in seine Zukunftsvisionen mit einschließt. Ziel dieser Entwicklung ist eine universale Theaterakademie, deren Absolventinnen und Absolventen stilbildend auf die Theaterlandschaft wirken.
Die internationalen Aktivitäten der HfS erfuhren in den 2000er Jahren eine erhebliche Ausweitung. Die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ ist Gründungsmitglied der Netzwerke GATS und WTEA und kooperiert mit Partnerschulen auf allen Kontinenten.

2012
Im Wintersemester 2012/2013 beginnen die ersten Studierenden im Studiengang Dramaturgie ihr Studium. Der neue Masterstudiengang wird von nun an aller zwei Jahre immatrikulieren.


2014
Die HfS baut.
Seit Juli 2014 werden die ehemaligen Opernwerkstätten in der Zinnowitzer Straße zum neuen Zentralstandort der HfS „Ernst Busch“ umgebaut. Erstmals sollen alle von der Hochschule angebotenen Studiengänge unter einem Dach unterrichtet werden. Dem Baubeginn gingen jahrelange Diskussionen um den geeignetsten Standort für die HfS, den angemessenen Raumbedarf und Kostenobergrenzen voraus. 2012 sah es einmal mehr danach als, als ob das Projekt endgültig zu den Akten gelegt werden könnte. Damals protestierten viele Studierende und Absolventinnen und Absolventen für die Realisierung des Zentralstandortes, obwohl schon 2012 klar war, dass sie das Gebäude wohl nur als Besucherinnen und Besucher erleben würden.
Die Fertigstellung ist für das Jahr 2018 geplant und das Wintersemester 2018/2019 soll im neuen Haus gebinnen.

2017
Das bat-Studiotheater konnte in den letzten anderthalb Jahren komplett modernisiert werden.
Prof. Dr. Wolfgang Engler geht nach seiner dritten Amtszeit in den Ruhestand und Holger Zebu Kluth beginnt im Oktober als Rektor an der Ernst Busch.

Zur ausführlichen Geschichte der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" geht es  hier.

© Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch - Berlin