Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing | Foto: Claudia Charlotte Burchard -dogsdoor-
Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing | Foto: Claudia Charlotte Burchard -dogsdoor-

Prof. Martin Gruber

Martin Gruber absolvierte mehrere langjährige aus Feldenkrais und Rolfing weiter entwickelte Ausbildungen, u. a. Zenbodytherapy® und Triggerpoint Anatomy® bei William Dub Leigh, (USA) sowie Funktionale Integration bei Prof. Alon Talmi (Israel). Seit seinem 12. Lebensjahr praktiziert er verschiedene asiatische Kampfkünste, (Judo, Aikido, Iado, Hojo), 2007 wurde ihm der 6. Dan in Aikido an der Schule des Gründers in Tokio (Japan) verliehen. Weiter machte er Fortbildungen bei dem Regisseur Tadashi Suzuki in Togamura (Japan), nahm Unterricht bei dem Butoh-Tänzer Kazuo Ohno in Yokohama (Japan) und dem Schauspieler Yoshi Oida. Er studierte Komposition, Gitarre und Percussion an der Berklee School of Music, Boston (USA) und bei Joe Haider, Jazz School Munich sowie Theater- und Musikwissenschaften an der Ludwig-Maximilian-Universität München.

Interessanter war die Praxis, weswegen er bei Robert Wilson als Regieassistent (Kneeplays, Idomeneo, Alice) und während des Studiums als Schauspieler und Bühnenkomponist an unterschiedlichen freien Theatern in München arbeitete. Außerdem unterrichtete er Bewegung an der Otto-Falckenberg-Schule. Später strukturierte er als Dozent für Rolle und Bewegung den Bewegungsunterricht an der neu gegründeten Theaterakademie August Everding in München. Er lehrte zusätzlich im In- und Ausland, u. a. Ecole Supérieure d'Art Dramatique du Théatre Nationale de Strasbourg (Frankreich), Central Academy of Drama Beijing (VR China), Mozarteum, Salzburg, ImpulsTanz, Wien.

Martin Gruber ist Regisseur experimenteller Theaterstücke, Uraufführungen u. a. in Ulm, München, Salzburg, Peking (VR China), International Festival Hue (SR Vietnam). Als Choreograf arbeitete er viele Jahre mit Dieter Dorn an den Kammerspielen München, Residenztheater München, Staatsoper Berlin, mit Joachim Meyerhoff am Maxim Gorki Theater in Berlin und mit Otto Kukla am Theater Neumarkt, Zürich.

Zentral in seinem Leben war immer die pädagogische Arbeit mit den Studenten. Er entwickelte aus neurophysiologischen Ansätzen die Talmi-Methode® zur Optimierung der Haltung und Präsenz, modifizierte Aikido auf die Bedürfnisse von Schauspielern hin und führte das Suzuki-Training ein, um sein Konzept einer umfassenden, auf drei Säulen (individuell, dialogisch, kollektiv) basierenden Ausbildung umzusetzen. Seine Ideen zu Konzeption und Didaktik von Schauspiel hat er in dem Aufsatz "Formen bilden, Formen vernichten" darzustellen versucht. (Erschienen in: Lektionen 4: Schauspielen Ausbildung, hg v. Bernd Stegemann, Theater der Zeit Berlin 2010, S.169-188).

Seit 2010 ist er Professor an der "Ernst-Busch" und leitet dort die Fachgruppe für Bewegung.

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